Das Pfingstwunder

Jan-Heiner Tück und Sibylle Lewitscharoff im Gespräch Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl)

Das Pfingstwunder damals in Jerusalem – so ist die einhellige Überzeugung durch die ganze Christentums- und Kunstgeschichte hindurch – war ein Sprachereignis. 

Das Akademiegespräch am 19. Juni 2017 in Zusammenarbeit von Villa Massimo und Deutscher Botschaft beim Heiligen Stuhl, das Sibylle Lewitscharoff und Prof. Dr. Jan-Heiner Tück zusammenbrachte, war ein sprachgewaltiger Abend. Die Anwesenden im ‚salone‘ der Residenz konnten einem tiefsinnigen und unterhaltsamen Gespräch der Schriftstellerin mit dem Professor der Dogmatik aus Wien beiwohnen. Ausgangspunkt war dabei der viel gerühmte Roman der schwäbisch-bulgarischen Berlinerin ‚Das Pfingstwunder‘. Roter Faden des Abends wurde aber eigentlich Dante und seines Göttliche Komödie. Ganz im Sinne des Romans und ganz im Sinne der Autorin, deren Liebe zum Italiener mit jedem Satz noch deutlicher wurde. Jan-Heiner Tück nahm das Publikum an die Hand und führte es mit dem Danteschen Dreischritt Hölle, Fegefeuer und Paradies durch den eigenen Glauben und das eigene Leben. Die Leidenschaft, die die Schriftstellerin für Dante entwickelte, brachte in der Literatur- genau wie Theologenszene in den vergangenen Monaten eine neue Auseinandersetzung mit der Aktualität Dantescher Gottes- und Kirchenvorstellungen ins Rollen. Der Direktor der Villa Massimo, Dr. Joachim Blüher, und die Hausherrin, Botschafterin Annette Schavan, konnten ein begeistertes Publikum in den römischen Sommerabend entlassen.