Bundespräsident Steinmeier spricht zu 500 Jahre Reformation in der Christuskirche in Rom

Bundespräsident Steinmeier besucht Italien und Vatikan Bild vergrößern (© BPA, Guido Bergmann)

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat am Sonntag, den 08. Oktober, anlässlich seiner Privataudienz bei Papst Franziskus in der Christuskirche der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde von Rom zu 500 Jahren Reformation gesprochen. Wie der Bundespräsident betonte, sei es ihm als Repräsentanten des Landes der Reformation ein besonderes Anliegen, in Rom über die Reformation zu sprechen. Denn das Schicksal Deutschlands sei im Laufe der Geschichte immer wieder ganz eng mit der Stadt Rom und dem Römischen Reich verbunden gewesen, so Steinmeier. In seiner Rede hob der Bundespräsident insbesondere die erreichten Fortschritte in der Ökumene hervor und nannte hierbei die gemeinsamen Gottesdienste, den gemeinsamen Religionsunterricht in deutschen Schulen oder den Besuch von Papst Franziskus in der Christuskirche in Rom. Gleichzeitig rief Steinmeier dazu auf, nicht stehen zu bleiben, sondern sich noch stärker um die Ökumene zu bemühen. Über die gemeinsame Suche nach der Wahrheit könnten die Kirchen eine gemeinsame Zukunft finden, die die Form einer „versöhnten Verschiedenheit“ annehme, so der Bundespräsident. Gleiches gelte für Europa: Genauso wie diese Verschiedenheit ein gemeinsames Zusammenleben der unterschiedlichen Konfessionen ermögliche, könne eine versöhnte Verschiedenheit auch das Zusammenleben in Europa beschreiben. Denn nichts in Europa sei so beständig, wie die Reform. Daraus lasse sich insbesondere eine Sache schließen, so Bundespräsident Steinmeier: „Der Einsatz für Frieden und Versöhnung lohnt sich“.