Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei Papst Franziskus

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Am 14. September traf die Ministerpräsidentin des Saarlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, in einer Privataudienz mit Papst Franziskus zusammen. In einem intensiven halbstündigen Gespräch wurden die großen aktuellen Herausforderungen – Migration, Klimawandel und Säkularisierung – diskutiert und die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Gesellschaft beleuchtet. "Das Verhältnis Religion-Staat hat in einem Bundesland eine ganz besondere Ausprägung, da es hier konkret um die Frage geht, wie die katholische Kirche als Partner im Bildungsbereich, als Schulträger oder als Träger von frühkindlichen Bildungseinrichtungen gesehen wird", sagte die Ministerpräsidentin im anschließenden Pressegespräch. Wie Kramp-Karrenbauer betonte, dürfe die Diskussion über das Verhältnis der Religionen untereinander nicht dazu führen, dass die Antwort in einem strikt laizistischen Ansatz gesucht werde. Mit Blick auf die Migrationsthematik hob Papst Franziskus nach Aussage von Kramp-Karrenbauer die Pflicht der Christen hervor, Menschen zu helfen. Gleichzeitig sei jedoch Unterstützung bei der Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern gefragt.

Neben der Privataudienz mit Papst Franziskus traf die Delegation der Ministerpräsidentin, der Vertreter des ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagements im Saarland angehörten, auch die stellvertretende Leiterin des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Flaminia Giovanelli. Die Deutsche Botschaft am Hl. Stuhl ermöglichte zudem ein Zusammentreffen mit der Laienorganisation Sant’Egidio, um sich über die Ergebnisse des Internationalen Friedenstreffens austauschen zu können. Das Friedenstreffen wird von Sant'Egidio jährlich  veranstaltet und fand zuletzt vom 10.-11. September in Münster und Osnabrück statt.