Botschaft zur Bewahrung der Schöpfung

Globus (© dpa)

Papst Franziskus und der Ökumenische Patriarch Bartholomäus haben am 01. September 2017 eine gemeinsame Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung veröffentlicht. Darin verweisen sie mit deutlichen Worten und drastischen Bildern auf die Auswirkungen des Klimawandels und den Verfall des Planeten, der insbesondere all jene trifft, die in Armut leben: „Die Last tragen die Armen im letzten Winkel der Welt“. Papst Franziskus und Patriarch Bartholomäus appellieren daher an die gesellschaftlichen und ökonomischen wie auch politischen und kulturellen Verantwortungsträger, sich um die Nöte der an den Rand Gedrängten zu kümmern. Es gebe keine echte und nachhaltige Lösung zur Veränderung der ökologischen Krise und des Klimawandels, ohne ein gemeinsames Vorgehen und Verantwortung, ohne Rechenschaft und Solidarität.

Die Botschaft kommt zu einer Zeit, da Überschwemmungen in Houston, Texas und in anderen Teilen der Welt die Nachrichten bestimmen. Angesichts der grenzüberschreitenden Auswirkungen von Umweltproblemen ist der Umweltschutz heute ein zentrales außenpolitisches Thema. Beim internationalen Klimaschutz geht es dabei nicht ausschließlich um umweltpolitische Fragen, auch die Wirtschafts-, Sicherheits-, Entwicklungs-, Gesundheits- und Verkehrspolitik muss einbezogen werden. Gerade diese umfassende Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz für die Menschen haben Papst Franziskus und der Ökumenische Patriarch in ihrer Erklärung deutlich gemacht.