Glück und Segen für S.H. Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. am 24. April 2005 Bild vergrößern (© L'Osservatore Romano)

Am 24. April 2005 wird Kardinal Joseph Ratzinger als Papst Benedikt XVI. mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz in sein Amt als Bischof von Rom und Oberhaupt der Katholischen Kirche eingeführt. Äußere Zeichen dafür sind der Fischerring und das Pallium. Einer langen Tradition nach wird der Fischerring des verstorbenen Papstes bei der ersten Zusammenkunft der Kardinäle zertrümmert als Zeichen dafür, dass die Macht des Amtes in der Zeit der sedis vacanz (des ‚leeren Stuhles‘) auf die Kardinäle übergeht. Jetzt ist die Macht, die mit dem Petrusamt verbunden ist, wieder in einer Hand vereint. Auch wenn BILD nach seiner Wahl titelte: ‚Wir sind Papst!‘

Eine immanente Botschaft sei in Erinnerung gerufen, die mit dem Einführungsdatum zusammenhängt: am Vortag des italienischen Feiertags, bei dem der Befreiung von Faschismus und Besatzung durch Deutschland gedacht wird, wird ein Deutscher Papst, der selbst noch den Zweiten Weltkrieg erlebte und erlitten hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Joseph Ratzinger/Papst Benedikt der letzte Papst, der den Zweiten Weltkrieg und das Dritte Reich aus eigenem Erleben kennt. Wie viele aus seiner Generation machte diese Erfahrung von Krieg, Gewalt, Zerstörung und dem Zerfall jeglicher kultureller Werte den jungen Joseph Ratzinger zu einem überzeugten Europäer. Und der Papst Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. führte diesen Aspekt konsequent weiter: die jüdisch-christlichen Wurzeln Europas und die kulturellen Wurzeln von Griechenland und Rom prägten die Person des Papstes und sein Wirken in Kirche und Gesellschaft.

90 Jahre wurde Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. am Ostersonntag 2017 – heute jährt sich seine Amtseinführung. Beide Anlässe geben uns Gelegenheit, ihm von Herzen zu gratulieren und ihm Gottes reichen Segen zu wünschen.