Bundesaußenminister Sigmar Gabriel besucht Orden der Malteser

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und der Großkanzler des Malteserordens Freiherr von Boeselager Bild vergrößern (© SMOM)

Am 15. November hat der deutsche Außenminister feierlich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Malteser Ritterorden verkündet. Der „Souveräne Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta“, wie der Malteserorden mit vollem Namen heißt, unterhält diplomatische Beziehungen mit nunmehr 107 Staaten und hat den Status eines ständigen Beobachters bei den VN. Seine Aufgaben: die weltweite Unterstützung von Alten, Behinderten, Flüchtlingen und Kranken, und zwar unabhängig von Religion oder Herkunft. Beim Besuch von Bundesminister Gabriel im Magistralpalast des Malteserordens wurde er mit dem Verdienstorden „Pro Merito Melitensi“ als Anerkennung für den humanitären Einsatz Deutschlands für Flüchtlinge und Migranten ausgezeichnet.

Der Malteserorden wurde im Jahr 1113 gegründet und ist als Völkerrechtssubjekt anerkannt. Nach bewegter Geschichte ist der Orden heute hauptsächlich ein wichtiger Akteur in der humanitären Hilfe: weltweit engagieren sich rund 120.000 Menschen in seinen karitativen Projekten in der Krankenpflege, Altenpflege oder Flüchtlingsarbeit. Auch für die deutsche humanitäre Hilfe ist der Malteserorden ein wichtiger Partner. Ob in Syrien, im Nord-Irak, an vielen Orten in Afrika und Asien und während der großen Naturkatastrophen in den letzten Jahren: Deutschland und der Malteserorden arbeiten rund um die Welt eng zusammen. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen würdigt nun das humanitäre Engagement des Ordens und soll es in Zukunft stärken.

Am Vorabend war der Minister bereits auf Einladung von Botschafterin Schavan mit Vertretern aus der Kurie und den Päpstlichen Universitäten zusammengekommen. Im Gespräch in der Residenz der Deutschen Botschaft beim Hl. Stuhl ging es um die Friedensverantwortung der Religionen und dem Potential der Religionen in den internationalen Beziehungen, Völker und Staaten zu versöhnen.

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